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	<title>Readin&#039; &#38; Bloggin&#039; &#187; Middle East</title>
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		<title>Tag 20 bis 22: Refugee Camp, Mezze, Sidon and Airport</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 15:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
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		<description><![CDATA[



Wie dünn die Oberfläche aus fetten Autos und Take Away Food ist, durfte ich schon am ersten Tag in Beirut erfahren. Beim improvisierten Frühstück in einem Hauseingang, mit meinen neuen Freunden Alejandro, Philipp, Stefanie und Linda, erwischte uns der Besitzer und anstatt sauer zu sein bot er uns an in das palästinensische Flüchtlingslager in Beirut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/beirutmosque.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/beirutmosque2.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/corniche.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/beirutbombsite.jpg"></p>
<p>Wie dünn die Oberfläche aus fetten Autos und Take Away Food ist, durfte ich schon am ersten Tag in Beirut erfahren. Beim improvisierten Frühstück in einem Hauseingang, mit meinen neuen Freunden Alejandro, Philipp, Stefanie und Linda, erwischte uns der Besitzer und anstatt sauer zu sein bot er uns an in das palästinensische Flüchtlingslager in Beirut zu fahren. </p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/refugeegesamt.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/refugeecamp1.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/refugeecamp6.jpg"></p>
<p>Ich war eigentlich auf dem Weg in ein Internet Cafe und so kam es, dass ich mit FlipFlops und meinem Laptop in der Tasche durch Sabra &#038; Shatila lief, einem unfassbar ärmlichen Lager in dem 1982 das furchtbare Massaker der Phanlange-Milizen stattgefunden hat: Am Abend des 16. September drangen etwa 150 phalangistische Milizionäre in die Lager ein um zwischen 460-3300 Zivilisten, Kinder, Frauen und Alte zu töten und zu vergewaltigen. Besonders schrecklich ist die Erkenntnis, dass die israelische Militärführung zu dieser Zeit genaustens über die Vorgänge im Lager informiert gewesen sein soll&#8230;</p>
<p>In den Hauseingängen spielen Kinder mit ihren Post-Ramadan-Geschenken Strassenkampf, sowie sie es bei den Erwachsenen abgeschaut haben. Wir spazieren munter durch die Strassen, obwohl mir schon sehr mulmig ist bei der Sache. Wie Alejandro bemerkt, wären wir in einem vergleichbaren Viertel in Paris oder Madrid schon längst all unserer Habe beraubt worden. </p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/rsz_1gunboys.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/rsz_gunboys3.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/gunboy.jpg"></p>
<p>Die Menschen haben hier nichts und leben von der Unterstützung des Roten Kreuzes und diverser Hilfsorganisationen. Während unseres Spaziergangs verfolgt uns ein Motorrad, wir wissen nicht ob es Neugier ist oder ob es sich um einen Beobachter der Hisbollah handelt.</p>
<p>Um die Kontraste der Stadt geradezu lächerlich stark zu betonen essen wir danach in einem Luxus-Restaurant für Libanesen, da wir es unserem neuen Freund John nicht abschlagen können. Er hat wegen uns den Lunch mit seiner Familie abgesagt und wir essen ein unfassbar ausführliches Menü mit Mezze (Babaganousch, French Fries, Hummus), dazu Arak (ein Anislikör vergleichbar mit Pastis) und libanesisches Bier. Dann gibt es Kabab, gefüllte Weinblätter und weitere undefinierbare Leckereien. Zum Dessert werden ein Caramelpudding mit Honig, türkischer Kaffee, mehrere Platten Obst und Minzlikör auf Eis gereicht, einzig die Nargileh können wir uns verkneifen und während die Sonne untergeht lädt John uns ein in seinem Appartement zu schlafen. Alejandro, Steffi und Philipp sagen nach langem hin-und-her zu und wir finden uns mit einer Pfeife frischem Libanesen in seinem Flat wieder.</p>
<p>Der Abend beginnt in einem Pub in Gemmayzeh, dem Partyviertel von Beirut und nach einer Flasche Vodka wollen ich und Linda uns auf den Weg ins Hotel machen. Linda stoppt aber in einer alternativen Bar namens Tequila und während ich mich mit einem jungen Rasta-Libanesen unterhalte, knutscht sie mit seinem Kumpel rum. Mein Gesprächspartner hat in sehr jungen Jahren seinen Vater verloren, sich zu Jah bekehrt und Schauspiel studiert. Er möchte nach Mailand auswandern und dort Schauspieler werden und seine Augen leuchten, während er von seiner neuen Liebe erzählt. Er hat 32 Stunden nicht geschlafen. </p>
<p>Ich bin absolut erstaunt wie unglaublich euphorisch und lebensfroh meine Gesprächspartner angesichts der unglaublich krassen Lage im Libanon sind. &#8216;Was sollen wir denn deiner Meinung nach sonst machen?&#8217; fragt mich ein Palästinenser, der in der derzeitigen Situation keine Chance hat je ein Visum für ein anderes Land zu bekommen, geschweige denn einen qualifizierten Job im Libanon.</p>
<p>Nach diesem Tag brauchen wir eine Pause. Linda fährt zurück nach Damascus und wir restlichen Vier chillen in meinem Hotel und gucken Predator.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/sidon2.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/sidon4.jpg"></p>
<p>Der letzte Tag ist einem Ausflug nach Sidon (Saida) im Süden Libanons gewidmet. Hier gibt es das gefährlichste Flüchtlingscamp im Libanon, in dem Alejandro unbedingt fotografieren möchte. Wir gehen in das Sea Castle, einer von den Mamluken halbzerstörten Tempelritterfestung. Dort macht Alejandro Kontakte mit einigen Palästinensern, die ihn ins Lager bringen können. Meinen Segen hat er, er ist unerschrocken, aber ich muss mich zurück nach Beirut machen, wo ich diese Zeilen vier Stunden vor Abflug in mein Netbook hacke und den Trip nochmal Revue passieren lasse&#8230;</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/blogr.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/lastsundown.jpg"></p>
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		<title>Tag 16 bis 19: Damascus Undercover and Beirut Upscale</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 09:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>
		<category><![CDATA[beirut]]></category>
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		<description><![CDATA[Was ist nicht alles über Damascus (Ash-Shams) &#8211; eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt, gelegen in der Ghouta Oase und in der Nähe der Seidenstrasse &#8211; gesagt und geschrieben worden. Mohammed soll bei einem Blick auf die Stadt den Eintritt verweigert haben, da er das Paradies erst nach seinem Tode betreten wolle und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist nicht alles über Damascus (Ash-Shams) &#8211; eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt, gelegen in der Ghouta Oase und in der Nähe der Seidenstrasse &#8211; gesagt und geschrieben worden. Mohammed soll bei einem Blick auf die Stadt den Eintritt verweigert haben, da er das Paradies erst nach seinem Tode betreten wolle und Mark Twain wurde zu den folgenden Zeilen hingerissen:</p>
<blockquote><p>Damascus has seen all that has ever occurred on earth, and still she lives. She has looked upon the dry bones of a thousand empires, and will see the tombs of a thousand more before she dies. Though another claims the name, old Damascus is by right, the Eternal City.&#8217;</p></blockquote>
<p>Ägytpter, Assyrer, Perser, Griechen, Römer, Umayyaden, Mongolen, Türken und Franzosen haben der Stadt jahrtausendelang ihre Stempel aufgedrückt. Im Souq Saroujah, wo die meisten Backpacker Hotels gelegen sind, spüre ich zunächst nicht viel von dem Charme. Laut, schmutzig, overcrowded wie die meisten Großstädte im Mittleren Osten und umsäumt von riesigen halbfertigen Bauruinen bahnen wir uns unseren Weg um ein Zimmer zu finden. Das Zimmer das ich schliesslich bekomme ist nur durch die Fenster zugänglich, was der Hotelier völlig OK findet. Mit gemeinsamen Kräften reparieren wir das Schloss und danach fühle ich mich wenigstens einigermaßen sicher. </p>
<p>In der Neustadt bekommen Bert und ich &#8216;American Style Pizza&#8217; und das ist für den Moment voellig OK, eine Nargileh und ein Glas Tee versöhnen uns dann auch fürs Erste mit der Stadt, die uns nach der langen Wüstenbusfahrt mit beknackten arabischen Filmkomödien in voller Lautstärke erstmal ziemlich angenervt hatte. </p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/streetdamascus.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/damascus.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/christianquarter1.jpg"></p>
<p>Der Mittwoch gehört der ersten Erkundung der Altstadt und hier offenbart sich auch schnell der wahre Charme der Stadt. Der Souq Al-Hamidiyya ist einer der grossen orientalischen Einkaufstrassen und hier werden Wasserpfeifen, Schleier, Gewürze und Gebäck neben regelrechter Nutten-Lingerie, Dolce&#038;Gabbana-Shirts und blinkenden Wackelhunden verkauft. Ab und zu rennt ein blinder Bettler, der Taschentuecher feilbietet, direkt auf mich zu und starrt mich mit leeren Augen an.</p>
<p>Weiter zum Christian Quarter wo die Architektur mediterran-französisch wird und der Staub sich etwas legt. Per SMS kündigt sich Aby für den Abend an und nachdem Bert und ich in FlipFlops in einem arabischen Post-Ramadan Edelrestaurant gegessen haben, in dem man uns wie Könige behandelt hat, treffen wir Aby in ihrer Off-Pension.</p>
<p>Der Besitzer ist ein Haschisch rauchender Sonderling, der mir eine fantastische Geschichte über politische Gefangenschaft, den syrischen Geheimdienst, Foltererfahrung und sein angebliches Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hassan_Nasrallah">Nasrallah</a> erzählt. Ich neige dazu ihm ungefähr 50 Prozent zu glauben, eine nette Deutsche die er einige Wochen vorher kennengelernt hat, glaubt ihm offenbar mehr, den sie wollen demnächst heiraten.</p>
<p>Wenn Syrer das Gespräch auf Politik, Hizbollah und die Regierung bringen, wartet man am Besten ab, hört zu und hält sich möglichst zurück mit seinen Kommentaren, denn es kann immer sein, dass man ein Mitglied der Geheimpolizei vor sich sitzen hat und ganz abgesehen davon kann man sich als Tourist sowieso kein wirkliches Bild von der Lage machen.</p>
<p>Was in Damascus wirklich passiert, wenn man kurzzeitig Gast ist, ist etwas ganz anderes. Die zu Zweit oder allein reisenden Europäer, Amerikaner und Australier besinnen sich auf ihre postkolonialistischen Pflichten und finden plötzlich eine Menge Gemeinsamkeiten angesichts der sich schon sprachlich manifestierenden Barriere zu dem Syrern. Noch nie habe ich mit Engländern, Portugiesen, Belgiern, Polen, Niederländern und Australiern gleichzeitig an einem Tisch gesessen und soviel Spass gehabt wie an zwei Abenden in den Hinterhöfen von Damascus. </p>
<p>Der Staub und die Hitze, sowie die Tatsache dass es bis 19 Uhr abends praktisch nichts zu essen gibt, machen die Tage lazy und entspannt, wir trinken türkischen Kaffee in der Altstadt, besichtigen den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Azm_Palace">Azem Palace</a> und das Nationalmuseum, handeln und spassen mit den Händlern in den Souqs und atmen die würzig-süssen Gerüche der Stadt.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/souq.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/sundown.jpg"></p>
<p>Gestern sind wir dann alle auseinandergestoben, Aby ist nach Lattakia gefahren, Bert nach Amman in Jordanien und die beiden Polen mit zwei Flaschen Smirnoff Gin im Gepäck zum Flughafen. Ich bestieg einen Bus nach Beirut und nach langen Grenzformalitäten betrete ich eine neue Welt. Libanon ist voll von phatten Autos: SUVs, Toyota Landcruiser, Dodge und Hummer, überall riesige Werbetafeln, alle hängen an ihren Handys und telefonieren und der erste MCDonalds nach acht Tagen taucht auf. </p>
<p>Beirut sieht aus wie Miami Beach, aufgepumpte Muskelboys und poshy Girls tummeln sich in den Strassen, zwischen zerschossenen Hotelfassaden reiht sich eine Fastfood-Kette an die nächste, die Hotelpreise sind wieder europäisch und ich teile mit mit ein paar neuen Bekannten zwei Hotelzimmer. Waehrend wir an der Corniche sitzen und ein paar Bier trinken, fällt alle paar Minuten einmal der Strom aus und die gesamte Skyline mit Neon-Blinke-Palmen und den Logos der multinationalen Konzerne erlischt kurz und erinnert mich daran, dass diese hyperkommerzielle Sorglosigkeit eine von Kriegen und politische Morden geschüttelte Wirklichkeit kaschiert, die jederzeit wieder an die Oberfläche schlüpfen kann.</p>
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		<title>Tag 14 und 15: From Hama to Damascus</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 10:57:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Eyecatcher von Hama sind die Norias &#8211; hölzerne Wasserräder mit einem Durchmesser von bis zu 20 Metern &#8211; die seit Jahrhunderten Wasser aus dem Orontes River schöِpfen und in Mini-Aquädukten auf die umliegenden Felder verteilen. Da sowohl die Wasserräder, als auch die Uebertragungsbolzen aus Holz sind, geben die Norias ein ständiges Knarren und Heulen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Eyecatcher von Hama sind die <b>Norias</b> &#8211; hölzerne Wasserräder mit einem Durchmesser von bis zu 20 Metern &#8211; die seit Jahrhunderten Wasser aus dem Orontes River schöِpfen und in Mini-Aquädukten auf die umliegenden Felder verteilen. Da sowohl die Wasserräder, als auch die Uebertragungsbolzen aus Holz sind, geben die Norias ein ständiges Knarren und Heulen von sich, welches den Sound der City bestimmt. <center></p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="245" data="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"><param name="flashvars" value="intl_lang=de-de&#038;photo_secret=463ac8b4d0&#038;photo_id=3925007695"></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377"></param><param name="bgcolor" value="#000000"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377" bgcolor="#000000" allowfullscreen="true" flashvars="intl_lang=de-de&#038;photo_secret=463ac8b4d0&#038;photo_id=3925007695" height="245" width="300"></embed></object></center>
<p>Wenn der Tag sich dem Ende neigt, wird das Fasten gebrochen, angekündigt durch einen Muezzin und lautes Böllerknallen. Dann sind alle Läden erstmal geschlossen und es ist für Ausländer schwierig etwas zu essen aufzutreiben. Gegen 22 Uhr finde ich dann doch noch etwas <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Meze">Mezze</a>: Hummus, Babaganusch, Pita-Brot und eine Nargileh &#8211; was will man mehr?
<p>Am Montag morgen geht es früh nach Apamea, einem der Highlights von Syrien, in der Rangliste kurz hinter Palmyra. Eine graue, granitene Wüstenstadt in wilder Grassteppe im Hochland von Al-Ghab. Im zweiten Jahrhundert vor Christus wurde diese Stadt von einem der Generäle Alexander des Grossen gegründet und prospertierte in der byzantinischen Periode, bis sie von den Persern okkupiert wurde. Ein Erdbeben im Jahre 1157 zerstörte die Stadt dann endgültig.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/apamea1.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/apameapillar2.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/capital.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/sunpillar.jpg" width=250></p>
<p>Nach einem kurzen Stop in der Musyaf Zitadelle ging es dann zum unglaublichen Crac des Chevaliers, einem Schloss aus den Träumen der Kindheit, das ebensogut an der Loire liegen könnte. Der Emir von Homs hat das Schloss zwar schon 1031 befestigt, aber erst im 12. Jahrhundert brachten es die Kreuzritter in die heute sichtbare Form. Es hielt mehreren Attacken stand, wurde aber schliesslich nach einmonatiger Belagerung ohne Kampf an die Armeen des Islam übergeben.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/cracdeschevaliers.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/cracdetail.jpg" width=360></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/crachouse.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/cracdoor.jpg" width=340></p>
<p>Der geschichtsträchtige Tag wurde schliesslich abgerundet von einem Nachmittagsessen im Restaurant al-Qualaa, das von einem hyperaktiv-schwulen Perser unter harter Hand geführt wird. Er beherrscht Konversation in allen europäischen Sprachen und so changierte er zwischen: &#8216;Schön Hähnchen mit Pommes &#8230; Lecker, lecker mit de Kip &#8230; Vous voulez encore quelque chose? &#8230; You want something to drink, Mister? &#8230; De nada!&#8217; Ein phänomenaler Mensch mit einem dekorativen Schönheitsfleck auf der Oberlippe.</p>
<p>Dienstag morgen stand dann die Hauptattraktion von Syrien auf dem Programm: Palmyra. Treffpunkt um 5:30 Uhr in der Lobby und auch Aby war in Hama aufgetaucht um mit mir und Bert die Tour zu machen. Den Sonnenaufgang sahen wir von einem kleinen Wüstenschloss aus, dann kurzer Zwischenstopp bei den Bienenhütten, deren Ummauerung ich beinahe zerstörte, als ich das Foto gemacht habe.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/wuestenschloss.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/beehouses.jpg" width=340></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Palmyra">Palmyra</a> liegt mitten in der Sand- und Geröllwüste und hier ballen sich die Touristenbusse. Trotzdem gelang es uns Dreien uns in der Karavanenstadt der Assyrer, Griechen und Römer zu verlaufen und uns einen tüchtigen Sonnenstich zu holen, während der Guide friedlich in einer Cafeteria schlief. Gerettet von einem Minibus stiegen Bert und ich dann in einen Bus nach Damascus und kamen völlig dreckig und fertig gegen 18 Uhr hier an. Dies ist meine vorletzte Etappe und hier ist Nargileh, Essen und Chillen angesagt&#8230;</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/palmyragate.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/palmyrapillar2.jpg" width=340></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/palmyrasacrifice.jpg" width=250></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/palmyratemple.jpg" width=340></p>
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		<title>Tag 10 bis 13: Syrian Border Crossing</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
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		<category><![CDATA[aleppo]]></category>
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		<description><![CDATA[Einige von euch haben es vielleicht schon geahnt, die WiFi-Dichte in Syrien ist nicht wirklich vergleichbar mit der in der Türkei, um nicht zu sagen: Es gibt keins. Zumindest nicht in Aleppo. Doch wollen wir am Anfang beginnen:
Nachdem ich morgens meinen Rucksack gepackt hatte, chillte ich noch ein wenig im Bayrams und fuhr dann mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige von euch haben es vielleicht schon geahnt, die WiFi-Dichte in Syrien ist nicht wirklich vergleichbar mit der in der Türkei, um nicht zu sagen: Es gibt keins. Zumindest nicht in Aleppo. Doch wollen wir am Anfang beginnen:</p>
<p>Nachdem ich morgens meinen Rucksack gepackt hatte, chillte ich noch ein wenig im Bayrams und fuhr dann mit Ural in seinem Auto zurück zu dem Roadhouse, an dem die Minibusse abfahren. Ein solcher fuhr mich zurück nach Antalya und dort bestieg ich um 17 Uhr einen Bus nach Antakya (Hatay).</p>
<p>Ich weiss garnicht ob ich schon über das türkische Servicepersonal in den Ueberlandbussen gesprochen habe, aber es ist eine Welt für sich. Es scheint so etwas wie einen Kapitän (Busfahrer), den ersten und den zweiten Offizier zu geben. Der erste Offizier macht nicht viel Erkennbares, ausser sich um das Gepäck zum kümmern und eventuell ab und zu eine Frage der Fahrgäste zu beantworten. Der zweite Offizier schenkt Wasser, Kaffee und Tee in beängstigender Regelmässigkeit aus und serviert &#8211; je nach Buslinie &#8211; Brötchen, Kuchen und Erfrischungstücher. Dabei scheut er auch nicht davor zurück Menschen aufzuwecken, die gerade friedlich eingeschlummert sind (um vier Uhr morgens) oder erneut hartnäckig nachzufragen, wenn man &#8216;Nein&#8217; gesagt hat. Auch ist es die Aufgabe des zweiten Offiziers den Busfahrer bei Laune zu halten &#8211; ich denke, das ist der Karriereleiter im Busunternehmen dienlich. Die oberste Stufe an Bord ist der Busfahrer, von dem man nicht viel sieht oder hört und der meines Erachtens einen guten Job macht.</p>
<p>Sehr anstrengend sind die vielen Zwischenstops an Servicestationen, wo alle Fahrgäste von Bord gehen und zwanzig Minuten rumstehen. Da ich die türkischen Ansagen nicht verstehen kann, wusste ich eben nie, ob ich Zeit habe auf&#8217;s Klo zu gehen oder nicht. Einmal ist der Bus sogar verschwunden &#8211; ich nehme an zum Tanken &#8211; und an einem völlig anderen Gate in einer riesigen Busstation in Konya wieder aufgetaucht. Gott sein Dank hatte ein junger Türke Mitleid mit mir und hat mich dorthin begleitet. Späنtestens in Konya habe ich dann das MiddleEast-Rauchen wieder angefangen, anders hält man das Warten und Bangen auf den Transportroute nämlich nicht aus.</p>
<p>21 Stunden nach meinem Aufbruch in Olympos befand ich mich dann in Antakya, wurde in einen anderen Bus umgeladen, der erstmal zwei Stunden rumstand und der mich und zwei andere Europäer aus UK zur syrischen Grenze brachte. Circa 150 LKWs standen in einer Reihe zur Abfertigung und es scheint es kann Tage dauern, bis alle nach Syrien kِnnen. Meine Befürchtungen bezüglich strenger Kontrollen und Nachfragen an der Grenze erwiesen sich als unbegründet, der Busfahrer erledigte die Formalitäten und ich stand mit Aby &#8211; einer jungen Frau aus London &#8211; in der Sonne rum. Völlig verstrahlt landete ich dann um 12 Uhr mittags in Aleppo, verschlang ein halbes Hähnchen in einer dreckigen Strassenbude (noch ist Ramazaan und wenige Läden haben mittags geöffnet), schleppte mich in das National Museum, aber fiel dann erstmal ins Koma.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/davidaleppo.jpg"></p>
<p>Abends in Aleppo traf ich mich mit Aby und Dan am Clocktower und wir assen fürstlich in einem Restaurant namens Abou al-Nawas. Der Chef hat uns alle mit in die Küche genommen, damit wir uns aus den Töpfen unser Menü zusammenstellen konnten. Nach einem kurzen Spaziergang in den Souqs ist Dan dann in einem Hammam verschwunden und Aby und ich haben in einem Café bis tief in die Nacht Nargileh (Sheesha) geraucht und Tee getrunken.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/citadel.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/citadelentrance.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/citadelgate.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/innercitadel.jpg"></p>
<p>Gestern stand dann die Zitadelle und das Christian Quarter auf dem Programm, es ist sehr heiss und spätestens um vier Uhr fand ich mich zum Mittagsschlaf wieder im Hotel. Abends haben uns dann die netten Jungs aus Abys Hostel zum Essen eingeladen und ich musste die Inquisition durchstehen, als ich nach meiner Frau befragt wurde. Ich hatte mal wieder vergessen, dass es sowas wie ein &#8216;girl friend&#8217; ja nicht gibt hier, zumindest nicht im Kopf meines Gesprächpartners. Also: Meine Frau Marie ist auf einem Kreuzfahrtschiff, aber wir treffen uns bald wieder. Danach wollte ich mit Aby wieder Nargileh rauchen gehen, wir blieben allerdings nicht lange alleine, da ein Verehrer von Aby stundenlang nicht von unserer Seite wich und uns (oder vielmehr ihr) unbedingt die Stadt zeigen wollte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen Aby mit zu seiner Familie zu nehmen &#8216;You could sleep side to side with my mother&#8217; gab er schliesslich auf und verzog sich. Ich brachte Aby noch zum Hostel und ging meiner Wege.</p>
<p>Kurz entschlossen habe ich dann heute morgen Aleppo verlassen, zusammen mit Bert aus Belgien und während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im Riad Hotel in Hama und chille. Gleich werde ich mir noch ein wenig die Stadt ansehen und morgens geht es auf Tagestour nach Apamea und Crac de Chevaliers.</p>
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		<title>Exkursion: Chimaera</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 08:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern abend habe ich noch eine Exkursion nach Chimaera gemacht, ein Kultplatz in der Nähe des antiken Olympos bei dem Dorf Çıralı. Aus dem felsigen Boden eines Berghangs schlagen an mehreren Stellen Flammen heraus – die &#8216;ewigen Feuer der Chimäre&#8217;.


Das Naturphänomen ist mit einer Geschichte aus der griechischen Mythologie verknüpft, die auf einem Hinweisschild zusammengefasst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend habe ich noch eine Exkursion nach Chimaera gemacht, ein Kultplatz in der Nähe des antiken Olympos bei dem Dorf Çıralı. Aus dem felsigen Boden eines Berghangs schlagen an mehreren Stellen Flammen heraus – die &#8216;ewigen Feuer der Chimäre&#8217;.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/chimera1.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/chimera2.jpg"></p>
<p>Das Naturphänomen ist mit einer Geschichte aus der griechischen Mythologie verknüpft, die auf einem Hinweisschild zusammengefasst wurde. Nach dem wir alle den Text in grauenhaftem Englisch und mit vielen fehlenden Buchstaben gelesen hatte, sagte einer der Australier dann:
<p>&#8216;Well, all i can say is: Thank you &#8216;Santa Claus Foundation&#8217; for that information&#8217; und zeigte mit seiner Taschenlampe auf das Schild auf dem tatsächlich nämliches Logo prangte.
<p>Das Ganze sieht dann ein bisschen aus wie ein lausiges Campfire, aber das Wissen, dass die Flammen früher wohl meterhoch schlugen und sich auch nach dem Auslöschen immer wieder selbst entzünden, seit Tausenden von Jahren, gibt dem ganzen eine mystische Atmosphäre.<br />
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		<title>Tag 8 und 9: Olympos Chillin&#8217;</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 15:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>
		<category><![CDATA[olympos]]></category>
		<category><![CDATA[türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[In Bayrams Tree Houses &#8211; die mehr Lodges sind als Baumhäuser &#8211; ereignet sich nicht viel. Das Hostel ist an einer von alternativen Touristen bevölkerten Lehmstrasse, inmitten der historischen Stadtruine von Olympos, gelegen, Service und Atmosphäre sind hervorragend. Man spielt Backgammon, liest Jack Kerouac, Umberto Eco und Lonely Planet, raucht Shisha und streunt durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.bayrams.com/">Bayrams Tree Houses</a> &#8211; die mehr Lodges sind als Baumhäuser &#8211; ereignet sich nicht viel. Das Hostel ist an einer von alternativen Touristen bevölkerten Lehmstrasse, inmitten der historischen Stadtruine von Olympos, gelegen, Service und Atmosphäre sind hervorragend. Man spielt Backgammon, liest Jack Kerouac, Umberto Eco und Lonely Planet, raucht Shisha und streunt durch die Ruinen von Olympos, die dramatisch schlecht erhalten sind.
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/olymposberg.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/theatereingang.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/tombstone.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/steinhaufen.jpg"></p>
<p>Der Strand der hinter den Ruinen liegt ist unglaublich schön, die Einwohner von Antalya kommen hierher um auszuruhen und im herrlichen Wasser zu schwimmen.
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/olymposstrand.jpg"></p>
<p>Im Hostel mische ich mich in ein Gespräch über Nahost-Politik ein und verbringe den Rest des Abends mit einem Türken namens Ural, der für die Autozulieferindustrie arbeitet und in seiner Soldatenzeit kurdische Rebellen in den Bergen der Osttürkei bekämpft hat und das als Kommandant von siebzig Soldaten nach viermonatiger Grundausbildung. Er erzählt mir, dass er eine Frau aus dieser Region &#8211; die Familien leben in clanartigen Großfamilien und dienen u.a. als Wahlvieh für Recep Tayyip Erdoğan &#8211; gefragt hat wieviel Kinder sie hat. Antwort: Vier! &#8211; Frage: Wieviele davon Mädchen? &#8211; Antwort: Fünf! &#8211; Macht also insgesamt neun Kinder.
<p>Ural ist sehr gebildet, liest ein Buch über sumerische Literatur (die erste nachgewiesene Literatur der Welt), Nietzsche, Jorge Louis Borges und hat in Cardiff studiert. Ich schwanke derweilen hin und her ob ich noch einen Tag bleiben soll, weil meine Strandgänge von ständig leichten Regenfällen begleitet sind und die Fahrt von Antalya nach Antakya sehr lang und anstrengend wird. In Antakya gibt es Shuttle-Busse nach Aleppo in Syrien über den Ban al-Hawa Grenzübergang. Bin mir allerdings noch nicht sicher ob ich in Antakya übernachten soll oder nicht&#8230;<br />
]]></content:encoded>
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		<title>Tag 6 und 7: Von Bodrum nach Olympos</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 19:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>
		<category><![CDATA[olympos]]></category>
		<category><![CDATA[türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer der Istanbuler Stadtkolumnen aus früherer Zeit ist folgende Beobachtung, beziehungweise folgende ironische Zurechtweisung, zu finden:
&#8216;Wenn Sie als Mann auf der Strasse eine schöne Frau sehen, dann schauen Sie sie bitte weder grimmig an, as wollten Sie sie umbringen, noch gierig, sondern lächeln Sie dezent und gehen Sie Ihres Weges (1974)&#8217;
Dieser Satz sagt soviel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer der Istanbuler Stadtkolumnen aus früherer Zeit ist folgende Beobachtung, beziehungweise folgende ironische Zurechtweisung, zu finden:</p>
<blockquote><p>&#8216;Wenn Sie als Mann auf der Strasse eine schöne Frau sehen, dann schauen Sie sie bitte weder grimmig an, as wollten Sie sie umbringen, noch gierig, sondern lächeln Sie dezent und gehen Sie Ihres Weges (1974)&#8217;</p></blockquote>
<p>Dieser Satz sagt soviel über das Verhältnis muslimischer Männer zu Frauen aus, wie er auch ein persönliche Wahrheit enthält. Ich habe mir deswegen vorgenommen auch weniger grimmig dreinzuschauen und mir dazu einen kleinen Trick ausgedacht, da es mir von je her schwer fällt auf Kommando oder in einer angespannten Situation zu lächeln: Und zwar habe ich in den Strasse von Bodrum einen Laden gesehen, der rote Pseudo-Satinbettwäsche mit undezent aufgedrucktem Chanel-Logo verkauft. Ich habe mir dazu vorgestellt wie ein Kreuzberger Jungtürke diese Bettwäsche in seinem Kinderzimmer aufzieht und dann auf eine R&#8217;n'B, HipHop, Turkish Pop-Party geht um eine Schnalle klarzumachen und die dann so richtig MTV-mäßig zu vernaschen. Als er dann mit seiner Eroberung nach Hause kommt, öffnet er die Tür und&#8230;
<p>
Seitdem lauf ich immer mit einem dezenten Grinsen durch die Stadt und stelle mir das Gesicht des Mädchens vor.
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/turkishflag.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/castletower.jpg"></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/towermosque.jpg"></p>
<p>Zurück zur Kultur: Die unübersehbare Attraktion in Bodrum ist das Castle of St. Peters, dass der deutsche Architekt und Ritter Heinrich Schlegelholt 1402 gebaut hat, u.a. weil ein Platz im Himmel für Architekten per päpstlichem Dekret gesichert war. 1522 fiel das Schloss nach mehreren heftigen Attacken des osmanische Heeres und die Kapelle wurde zur Moschee umgebaut.
<p>Als die Türkei im ersten Weltkrieg an der Seite von Deutschland, Österreich und Bulgarien gegen die vereinigten Streitkräfte von England, Frankreich, Russland, Griechenland und Italien gekämpft hat, wurde die Burg und das türkische Viertel von den Franzosen dreimal angegriffen und bombardiert. Das französische Schlachtschiff Dupleix war am 25. Mai 1915 an der Küste von Bodrum vor Anker gegangen, da der Geheimdienst vermutet, eine Ladung Treibstoffnachschub für die deutsche U-Boot-Flotte sei hier gelagert. Das Schloß wurde von seinem Kommandanten Ibrahim Bey tapfer verteidigt und die Franzosen mussten eine schwere Niederlage einstecken.
<p>Das Hotel <a href="http://www.turkuaz-guide.net/gardenya/index.htm">Gardenya Apartements</a> ist übrigens schwer zu empfehlen, es sei denn man mag <strong>keine</strong> Waliser aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Splott">Splott</a> in Cardiff (&#8217;I think estate agents pronounce it Sploe&#8217; &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ianto_Jones">Ianto Jones</a>), die lauthals ihre Text Messages am Pool verlesen, Lady Gaga hören, ständig Wasserbomben springen und sich lediglich durch ihren Dickheitsgrad voneinander unterscheiden.
<p>Auf der heutigen Fahrt von Bodrum nach Antalya habe ich einen well-educated jungen Türken kennengelernt, der Computer Science in Antalya studiert. Von seiner Heiligenverehrung für Kemal Atatürk und nach recht unnationalistischen Strategien zur Entwicklung der Türkei (&#8217;I would hand Turkey over to Japan, without any conciding&#8217;) kamen wir zu einigen vernünftigen Gedanken, was den Osten der Türkei angeht. Er hat mir nachdrücklich dazu geraten nicht weiter als Gaziantep zu reisen, da im Osten das Militär und (islamische) Terroristen sich einen heftigen Fight liefern, mehr als 1000 Militärs seien bereits gestorben und Lehrer und Ingenieure die dorthin versetzt wurden, seien auch tot.
<p>Seine Glaubwürdigkeit verlor der Junge, als er Hitler als großartigen Visionär (&#8217;&#8230; just like Atatürk&#8217;) bezeichnete und andeutet, die Juden hätten den Holocaust fingiert um Israel gründen zu können. Leider konnte ich aus gebotener Vorsicht nicht allzu heftig widersprechen, da ich meine Mitreisenden plötzlich nicht mehr einschätzen konnte. Wir gerieten dann wieder auf unverfängliches Terrain, als er mir erklärte wie man die Internetzensur in der Türkei umgehen kann&#8230; Spooky, indeed&#8230;
<p>In Antalya bin ich dann per Minibus in das Traveller-Ghetto in Olympos gefahren, das heisst, eigentlich wurde ich an einem Roadhouse rausgeschmissen und netterweise von einem Türken und seiner ukrainischen Freundin im Auto mitgenommen. Auch er hat mich eindringlich vor einer Reise weiter als Gaziantep gewarnt und seine Bedenken sind registriert. Jetzt sitze ich bei einer Flasche Efes inmitten von Hippies, wohne in einem Treehouse und mir geht es gut&#8230;
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/treehouse.jpg"></p>
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		<title>Tag 4 und 5: Busfahrt, Bodrum und Pool</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 19:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>
		<category><![CDATA[bodrum]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8216;Keine Panik, das wird sich schon alles irgendwie regeln!&#8217; Für diesen Satz meiner inneren Stimme hasse ich mich jedesmal, wenn ich völlig durchgeschwitzt und mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken in Kairo, Amman, Jerusalem oder wie gestern am Taksim Square herumgeirrt bin. Kein Varan Office weit und breit und nur noch eine Stunde Zeit. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8216;Keine Panik, das wird sich schon alles irgendwie regeln!&#8217; Für diesen Satz meiner inneren Stimme hasse ich mich jedesmal, wenn ich völlig durchgeschwitzt und mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken in Kairo, Amman, Jerusalem oder wie gestern am Taksim Square herumgeirrt bin. Kein Varan Office weit und breit und nur noch eine Stunde Zeit. Gerade noch rechtzeitig stolperte ich dank eines rettenden Hinweises in das Büro des Busunternehmens und das alles auf Basis einer für mich unlesbaren türkischen Confirmation Mail. Auf geht&#8217;s also, eine dreizehnstündige Busfahrt nach Bodrum erwartet mich&#8230;
<p align=center>
<object type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="245" data="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"><param name="flashvars" value="intl_lang=de-de&#038;photo_secret=401239eb00&#038;photo_id=3890663096"></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377"></param><param name="bgcolor" value="#000000"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377" bgcolor="#000000" allowfullscreen="true" flashvars="intl_lang=de-de&#038;photo_secret=401239eb00&#038;photo_id=3890663096" height="245" width="300"></embed></object></p>
<p>&#8216;Welcome To Asia&#8217; steht ganz unscheinbar auf einem gelben Schild, als wir die mächtige Bosporus-Brücke überquert haben. Eine rein geografische Grenze, die mich zu der Frage bringt ob die Architekten der Brücke eigentlich den Kontinentaldrift berücksichtigt haben, damit sich der Beton auf Dauer nicht verzieht oder spielt die Plattentektonik bei der Lebensdauer von so einer Brücke keine Rolle?
<p> Genau wie der der afrikanische Kontinent geografisch erst nach dem Atlasgebirge beginnt, die kulturellen Einflüsse aber schon viel früher spürbar werden, ist die Kontinentalüberquerung in Istanbul nur noch geologische Formalität.
<p>Als letzte Bemerkung zu Istanbul &#8211; bevor ich die Stadt verlasse &#8211; sei angefügt, dass die Stadt vor streunenden Hunden geradezu überquillt, wozu ich folgende Bemerkung eines Stadtkolumnisten gefunden habe:</p>
<blockquote><p>&#8216;Es wurde ein Versuch gemacht, mit der Hundeplage fertig zu werden. Wenn man nur ein, zwei Tage länger durchgehalten und die Tiere tatsächlich alle auf der Insel Hayirsiz ausgesetzt hätte, wäre die Stadt vollständig von den streunenden Rudeln befreit worden. So aber knurrt es schon wieder an allen Ecken und Enden&#8217; (1911)</p></blockquote>
<p> &#8230; bis heute!
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/bodrumbay.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/bodrumship.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/bodrumsundown.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p>Zu Bodrum ist nich viel zu sagen, es ist hassle-free, wunderschön und trotz der touristischen Vollerschließung von einem unverwechselbaren Charme. Hier werde ich zwei Tage ausruhen und mich danach langsam aber sicher der syrischen Grenze nähern&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Tag 2 und 3: Bosporus, çok güzel!</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 19:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Subliminal_Kid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>
		<category><![CDATA[bosporus]]></category>
		<category><![CDATA[istanbul]]></category>

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		<description><![CDATA[Um die berühmten Yalis an den Ufern des Bosporus zu sehen, bin ich gestern ab Eminönü mit der Eminönü-Kavaklar Bogazici Özel Gezi Seferli bis nach Anadolu gefahren. 



Die meisten der Holzpalais und Yalis, die einst den Osmanenpaschas gehörten, wurden von den Nachfahren der Osmanen Zimmer für Zimmer vermietet, verwahrlosten langsam und wurden vor Kälte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um die berühmten Yalis an den Ufern des Bosporus zu sehen, bin ich gestern ab Eminönü mit der Eminönü-Kavaklar Bogazici Özel Gezi Seferli bis nach Anadolu gefahren. </p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/yalis3.jpg" width=250 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/yalis6.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/yalis4.jpg" width=250 vspace=10></p>
<p>Die meisten der Holzpalais und Yalis, die einst den Osmanenpaschas gehörten, wurden von den Nachfahren der Osmanen Zimmer für Zimmer vermietet, verwahrlosten langsam und wurden vor Kälte und Feuchtigkeit immer schwärzer. Einige brannten ab und die neuenstehende Bourgeosie Istanbuls zog, laut Orhan Pamuk, lieber in den Etagenwohnungen am Taksim Square.</p>
<p>Ähnlich wie Pamuk hat mich der Flair des Bosporus sofort erwischt und fast eine Stunde lang habe ich an der Festung in Anadolu Kavagi gesessen und die Frachtschiffe beobachet die sich gravitätisch ins Schwarze Meer zerstreuen, dazwischen zappeln hektisch die kleinen Boote der Küstenwache. Auf nach Rumänien, Bulgarien oder in die kalten Gefilde, zu den &#8216;No-Name-Ländern (Klaus-Dieter Kunz)  Georgien und Ukraine deren politische Komplexität drohend in der Luft zu schweben scheint, was von der leichten Präsenz von Militärs noch unterstrichen wird.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/blacksea.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/zoneinterdite.jpg" width=250 vspace=10></p>
<p>Der anschliessende Rundgang in der Gegend um den Taksim Square, das Jonglieren mit den drei verschiedenen Arten Jetons für Fähre, Tram und die Miniseilbahn nach Kabatas und die Hitze haben mich so mürbe gemacht, dass ich den Rest des Abends nur noch mit meiner Blogsoftware gekämpft habe.</p>
<p>Auch heute hat mich die Stadthitze nach dem Kauf einer neuen Tasche auf den Bosporus und zu den Princes&#8217; Island (Adalar) getrieben. Für meine neue Tasche sollten drei Regeln gelten: Kein offensichtlicher (gefälschter) Markenname, nicht teurer als 8 Euro und irgendwie stylish. Ich denke ich habe ein gute Wahl getroffen. Auf der Insel Büyükada habe ich mich dann unter die türkischen Sommerfrischler gemischt und mir die Sonne auf den Pelz braten lassen.
<p>
Während Rückfahrt mit Sonnenuntergang über dem Bosporus habe ich dann verstanden, was Orhan Pamuk meint, wenn er von den schwarzen Wassern des Bosporus spricht, denn der Anblick Istanbuls vor den pechschwarzen Wellen ist zum Dahinschmelzen.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/sonnenuntergangmarmara.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/blackbosporus.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p>Um jetzt nicht in Voxtoursstimmung zu verfallen, gibt es noch ein Bonusbild, die türkische Version von Ken Keseys Bestseller&#8230;, na?</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/nicholson.jpg" width=350 vspace=10></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tag 1: Sultanahmet for Runaways</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 20:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Middle East]]></category>
		<category><![CDATA[istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[sultanahmet]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Airport-Pickup vom Hostel kann man sich sparen, dachte ich, denn vor dem Flughafen steht doch immer ein Shuttle-Bus rum, der zum Taksim Square fährt. Ist auch so, kostet nur 12 YTL und ist sogar recht schnell. Dass man vom Taksim Square um vier Uhr nachts keinen Bus mehr findet, hatte ich mir auch gedacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Airport-Pickup vom Hostel kann man sich sparen, dachte ich, denn vor dem Flughafen steht doch immer ein Shuttle-Bus rum, der zum Taksim Square fährt. Ist auch so, kostet nur 12 YTL und ist sogar recht schnell. Dass man vom Taksim Square um vier Uhr nachts keinen Bus mehr findet, hatte ich mir auch gedacht und Lonely Planet beruhigt mit den sanften Worten<br />
<blockquote>From Sultanahmet to Taksim costs around €4 &#8230; <b>sie haben den Zusatz vergessen:</b> &#8230; if Galata Bridge is closed due to mysterious whereabouts it can cost up to 60 YTL and the czech traveller you may have shared your taxi with will go definitely mad and the formerly nice taxi driver will drop you in the middle of Divan Yolu Caddesi&#8230; </p></blockquote>
<p>.
<p>
Und von dort stolperte ich dann ohne Karte und genaue Adresse auf eine Polizeiwache zu, die ihre Übersichtskarte eigens für mich illuminierte. Und so kam es, dass ich mit einem schwerbewaffneten Polizisten &#8211; er die MP, ich den Laptop im Anschlag &#8211; freundlich über Google Maps parlierte. Die Beschreibung des Beamten war so comprehensive, dass ich dann auch um sechs Uhr morgens vor dem recht empfehlenswerten <a href="http://www.eurasiahostel.com">Eurasia Hostel</a> stand.
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/blue-mosque.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/ayasofyadetail.jpg" width=250 vspace=10></p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/donationbeweis.jpg" width=350 vspace=10></p>
<p>In der Blue Mosque wurde mir eine Broschüre vom Mufti-Amt Istanbul ausgehändigt, auf der den Touristen der Islam, der Prophet Mohammed und die fünf Säulen der Religion nähergebracht werden sollen. Dort steht neben dem verblüffenden Hinweis, dass Mohammed sich für die Rechte der Frauen eingesetzt hat, folgender Satz:</p>
<blockquote><p>Nie brach er ein Gebot Gottes. Wenn es ihm frei stand, zwischen zwei Wegen zu wählen, die beide dem Willen Gottes entsprachen, entschied er sich immer für den einfacheren. Er unterstütze seine Frauen im Haushalt, indem er ihnen dabei half zu kochen und aufzuräumen.</p></blockquote>
<p>
Es würde m.E. auch im Westen mehr Klarheit zwischen den Geschlechtern herrschen, wenn man nur wüsste was denn hier der schwierigere Weg war? Ich werde mir morgen nochmal die englische Übersetzung der Broschüre besorgen um etwas Klarheit zu gewinnen.
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/ayasofya.jpg" width=250 vspace=10></p>
<p>Bezüglich der Aya Sofya, der Blue Mosque und der Basilika Cistern verweise ich auf die einschlägigen Reiseführer, ich habe sowieso schon Schwierigkeiten die Voxtours-Sprecherstimme in meinem Kopf abzuschalten.</p>
<p align=center><img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/grand-bazaar.jpg" width=250 vspace=10></p>
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<img src="http://theorieedit.culture-jamming.de/wp-content/uploads/2009/09/Treasury.JPG" width=350 vspace=10></p>
<p>Wer auf hochqualitative Markenkleidung und gute Verarbeitung Wert legt, für den ist der Grand Bazaar garantiert nicht die richtige Adresse: D&#038;G, Ed Hardy, Bjorn Borg und Armani-Rip-Offs wohin das Auge reicht und dazu der begleitende Kommentar: &#8216;This is the real stuff, the other shop is fake.&#8217; Wobei ich weder den Wahrheitsgehalt dieser Aussage noch die Qualität der übrigen angebotenen Stoffe, Süsswaren, Schmuckstücke und Antiquitäten beurteilen kann.
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Abends wird es hier sehr schnell dunkel und richtig kühl, deshalb gehts heute früh ins Bett um morgen früh die erste Bosporus-Fähre zu erwischen&#8230;<br />
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